Jour­nal

Nein” ist das bes­se­re “Ja”

Der jetzt vor­lie­gen­de von Schul­ex­per­ten gestütz­te Rats­be­schluss gegen das Bür­ger­be­geh­ren vom 11.10 ist der bes­se­re Weg für die Schü­le­rIn­nen aus Nam­men, Ler­beck, Eis­ber­gen und auch aus Nee­sen und Velt­heim. Wer wie Bür­ger­meis­ter und Rat die­ser Mehr­heit zu einer bes­se­ren Schul­zu­kunft ver­hel­fen will, darf beim Bür­ger­ent­scheid nicht schwei­gen, son­dern muss aktiv mit NEIN abstim­men – in die­sem Fall das bes­se­re Ja für eine gute Zukunft für Leh­rer und Schü­ler!

9 : 2 im Aus­wärts­spiel

Mit die­ser Über­schrift ver­sucht die „Bür­ger­initia­ti­ve zum Erhalt aller Schul­stand­or­te in Por­ta” mit Hil­fe des Min­de­ner Tage­blat­tes am 13.09.2018 den Eis­ber­gern durch Ver­schwei­gen und Halb­wahr­hei­ten Sand in die Augen zu streu­en.
Die Fak­ten sehen anders aus:

War­um wer­den die Stand­or­te Ler­beck und Eis­ber­gen auf 50 Jah­re aus­ge­legt sein?

War­um wer­den die Stand­or­te Ler­beck und Eis­ber­gen nach Umset­zung der Rats­be­schlüs­se auf 50 Jah­re aus­ge­legt sein und war­um wird sich bei Umset­zung der Plä­ne der “Initia­ti­ve Schul­erhalt” die Lebens­dau­er der Schul­stand­or­te nur um maxi­mal 15 Jah­re erhö­hen?
Um das zu beant­wor­ten muss man die drei wesent­li­chen wert­be­stim­men­den Merk­ma­le eines jeden Gebäu­des betrach­ten:

  1. den bau­tech­ni­schen Zustand,
  2. den wirtschaftlich/funktionalen Zustand,
  3. den Zustand der Nach­fra­ge­si­tua­ti­on,

Der Stand­ort Klei­nen­bre­men bleibt, anders als von der Initia­ti­ve immer wie­der falsch behaup­tet, ERHAL­TEN.
Des­we­gen wird hier dar­auf auch nicht wei­ter ein­ge­gan­gen. Es ist über­haupt nicht nach­voll­zieh­bar was für Zie­le die­ser Teil der Initia­ti­ve eigent­lich ver­folgt.

Bericht zur Grund­schul­de­bat­te in Por­ta West­fa­li­ca

Nein – es geht nicht um die Spal­tung von Por­ta (vgl. MT-Bericht vom 27.7. “Grund­schul­streit: FDP befürch­tet Spal­tung Por­tas”), und es geht auch nicht um die bes­ten Unter­schrif­ten­jä­ger (vgl. MT-Bericht vom 25.8. „Initia­ti­ve pro Schul­erhalt sam­melt 1.400 Unter­schrif­ten in Nee­sen und Ler­beck“), son­dern um Pri­vi­le­gi­en.
In Por­ta gibt es fünf­zehn Orts­tei­le mit 8 Schul­stand­or­ten. Nicht jeder Orts­teil hat also, und dass schon seit Jah­ren, eine Grund­schu­le vor Ort. In Velt­heim kämp­fen eini­ge Bür­ger vehe­ment für den Erhalt der dor­ti­gen Schu­le als Teil­stand­ort im Grund­schul­ver­bund Eis­ber­gen-Vel­t­heim. Dass nun in Velt­heim eine ers­te Klas­se mit 14 Grund­schul­kin­dern an den Start geht, wohin­ge­gen in Eis­ber­gen in einer glei­chen ers­ten Klas­se mit 28 Kin­dern beginnt, ist aus Sicht des SPD-Stadt­­­ver­­ban­­des bedau­er­lich. Hier wür­de man sich bes­se­re Lern­chan­cen für alle 42 Schul­an­fän­ger in zwei Klas­sen mit jeweils 21 Kin­dern wün­schen, und das durch alle vier Grund­schul­jah­re hin­durch. Der Rats­be­schluss mit einem gemein­sa­men Schul­stand­ort in Eis­ber­gen trägt dem Rech­nung und ist auch für die nächs­ten Jah­re ziel­füh­rend. Das zei­gen auch die kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Gebur­ten­zah­len der letz­ten Jah­re für Velt­heim. lt. Ver­wal­tung in 2015 -16 und in 2017 – 14 Neu­ge­bo­re­ne. Es ent­wi­ckelt sich kei­ne Nach­hal­tig­keit an die­sem Stand­ort.

euro-münzen

Die Vor­schlä­ge der bi ver­ur­sa­chen erheb­li­che Mehr­kos­ten von ca. 1,0 Mio € bei gleich­zei­tig schlech­te­rer Ver­sor­gung!

Am 10.07.2018 ver­öf­fent­lich­te die Ver­wal­tung der Stadt Por­ta West­fa­li­ca die Kos­ten­schät­zun­gen der Archi­tek­tur­bü­ros die als Grund­la­ge für die Samm­lung der Unter­schrif­ten und auch des mög­li­cher­wei­se dar­an anschlie­ßen­den Bür­ger­ent­scheid die­nen.
Die Mehr­kos­ten der durch die Initia­to­ren des Bür­ger­ent­scheids vor­ge­schla­ge­nen Vari­an­te betra­gen am Ende des Betrach­tungs­zeit­rau­mes von 15 Jah­ren ins­ge­samt 1.052.000 €. Dabei ist noch nicht berück­sich­tigt, was pas­siert wenn Velt­heim in die­sem Zeit­raum nur ein­mal kei­ne 15 Kin­der für eine Klas­se  zusam­men­be­kommt und die Schu­le geschlos­sen wer­den muß. Für die­ses Jahr sind noch 14 Kin­der ange­mel­det.

Die­se Mehr­kos­ten wer­den nur auf­grund eines miss­ver­stan­de­nen Lokal­pa­trio­tis­mus ent­ste­hen. Alle Bür­ger, ob mit oder ohne Kin­der haben die­se zu tra­gen. Wir mei­nen, nicht als ein­zel­ne Dör­fer son­dern nur gemein­sam sind wir stark.

Jusos für die Umset­zung der Rats­be­schlüs­se

Wir als JUSOS AG Por­ta West­fa­li­ca begrü­ßen es natür­lich, wenn die öffent­li­che Hand in die Stär­kung der öffent­li­chen Infra­struk­tur inves­tiert – gera­de, wenn es sich dabei um eine Kom­mu­ne han­delt, die selbst finan­zi­ell nicht auf Rosen gebet­tet ist. Unser Lan­des­ver­band wirbt unter dem Slo­gan „Zukunft gibt’s nicht für lau!“ seit Jah­ren für drin­gend not­wen­di­ge öffent­li­che Inves­ti­tio­nen.

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Projekte

Grund­schul­ge­bäu­de Klei­nen­bre­men

Die Grund­schu­le Klei­nen­bre­men gehört durch den am 27.03.2017 im Rat ein­stim­mig gefass­ten Beschluss mit zum Grund­schul­ver­bund Nee­­sen-Ler­­beck-Nam­­men-Klei­­nen­bre­­men.
Anders als es manch­mal fälsch­lich behaup­tet wird:  der Schul­stand­ort Klei­nen­bre­men bleibt am Netz.

Grund­schul­ge­bäu­de Ler­beck

Das Gebäu­de, das zum Grund­schul­stand­ort Ler­beck aus­ge­baut wer­den soll, ist die ehe­ma­li­ge För­der­schu­le. Die Vor­tei­le die­ses Stand­or­tes lie­gen auf der Hand:

  1. die zen­tra­le Lage im Schul­be­zirk
  2. die mode­ra­ten Bau­kos­ten
  3. die gute funk­tio­na­le Eig­nung zur 3-zügi­gen Grund­schu­le

Grund­schul­ge­bäu­de Nee­sen

Fak­ten zum Stand­ort Nee­sen:

    1. Nee­sen hat durch­schnitt­lich ca. 40 Kin­der weni­ger als Lerbeck/Nammen .
    2. Die Bau­kos­ten für Nee­sen sind ca. 2,7 Mio € teu­rer.
    3. Die Nee­ser Schu­le hat einen sehr kom­pli­zier­ten Auf­bau über meh­re­re Ebe­nen. Funk­tio­nal ist sie nur mit beson­de­rem Auf­wand zukunfts­fä­hig.

Grund­schul­ge­bäu­de Eis­ber­gen

Die bei­den Teil­stand­or­te Eis­ber­gen und Velt­heim sind ein­zü­gig. Ziel der Pla­nun­gen die dem Rats­be­schluss zugrun­de­lie­gen ist es, einen Stand­ort zwei­zü­gig aus­zu­bau­en.
War­um wir das für rich­tig hal­ten haben wir in dem Arti­kel “Grün­de die gegen zu klei­ne Teil­stand­or­te spre­chen” erklärt.
Die Pla­nun­gen für den Stand­ort Eis­ber­gen sehen im Gegen­satz zu den Vor­stel­lun­gen der Initia­ti­ve den Neu­bau einer groß­zü­gi­gen Sport­hal­le sowie den Aus­bau der Ganz­ta­ges­be­treu­ung vor.
Die­ses Jahr sind in Velt­heim noch 14 Kin­der ange­mel­det, in Eis­ber­gen dage­gen 28.
Die Zah­len spre­chen hier für sich. Die Pro­gno­sen für den Grund­schul­ver­bund Eis­ber­gen-Vel­t­heim gehen von um 50 neu­en Grund­schü­lern pro Jahr aus. [Aktu­el­le Anmel­de­zah­len an den Grund­schu­len]. Es ist nicht nach­voll­zieh­bar war­um die “Initia­ti­ve zum Erhalt des Stand­or­tes Velt­heim” zwei ein­zü­gi­ge Stand­or­te als Grund­schul­ver­bund erhal­ten möch­te.

Grund­schul­ge­bäu­de Velt­heim

Der Grund­schul­stand­ort Velt­heim soll dem Rats­be­schluss fol­gend geschlos­sen wer­den. Die Initia­ti­ve für den Erhalt des Grund­schul­stand­or­tes Velt­heim möch­te mit schlag­wort­ar­ti­gen Argu­men­ten die­se Zusam­men­le­gung mit Eis­ber­gen ver­hin­dern.
Für eine Zusam­men­le­gung der Stand­or­te in Eis­ber­gen spre­chen sehr vie­le gute Grün­de, auch aus Sicht der Velt­hei­mer Bür­ger

Für gute Grund­schu­len

Als demo­kra­tisch gewähl­te Ver­tre­ter aller Porta­ner Bür­ger fal­len die Ent­schei­dun­gen unse­rer Frak­ti­ons­mit­glie­der zur Grund­schul­po­li­tik auch erst nach Abwä­gung der Inter­es­sen aller Porta­ner Bür­ger. Das es dabei nicht für sämt­li­che Bür­ger immer zur indi­vi­du­ell voll­stän­dig opti­ma­len Lösung kom­men kann ver­steht sich von sel­ber.

Auf unse­rem neu­en Web­log gute-schulen-porta.de wer­den wir alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen zu unse­rer Schul­po­li­tik in Por­ta West­fa­li­ca sam­meln. Wir wol­len das nun ange­sto­ße­ne Bür­ger­be­geh­ren so trans­pa­rent wie mög­lich gestal­ten.
Das Sit­zungs- und Doku­men­ta­ti­ons­netz der Stadt Por­ta West­fa­li­ca ist sehr voll­stän­dig und trans­pa­rent. Ein gro­ßes Pro­blem besteht in der Kom­ple­xi­tät der Auf­ga­ben eines Stadt­ra­tes. Das SD.NET ist zwar voll­stän­dig, ist jedoch für den ein­zel­nen Bür­ger nur sehr schwer zu über­schau­en.

Auf die­ser Inter­net­sei­te wer­den wir alle rele­van­ten Rats­be­schlüs­se chro­no­lo­gisch zusam­men­ge­fas­sen und unkom­men­tiert mit den jewei­li­gen Ver­lin­kun­gen zum SD.NET zur Ver­fü­gung stel­len. Hier sind auch alle Äuße­run­gen und Ein­ga­ben der Bür­ger­initia­ti­ve und der Oppo­si­ti­ons­par­tei­en unge­kürzt hin­ter­legt.
Obwohl die­se Infor­ma­tio­nen dann schon sehr viel über­sicht­li­cher als im SD.NET zusam­men­ge­stellt sind, wis­sen wir, dass die sehr kom­ple­xen Zusam­men­hän­ge allei­ne Auf­grund ihrer schie­ren Men­ge immer noch nicht viel trans­pa­ren­ter wer­den.
Wir wer­den also die­se Abstim­mun­gen, Vor­la­gen, Pla­nun­gen und Kos­ten­über­sich­ten den ein­zel­nen Schul­ge­bäu­den und Grund­schul­ver­bün­den zuord­nen, dann ergibt sich ein kla­res Bild der Lage, in dem man die Beweg­grün­de unse­rer Schul­po­li­tik klar erken­nen kann.

Als demo­kra­tisch gewähl­te Ver­tre­ter aller Porta­ner Bür­ger fal­len die Ent­schei­dun­gen unse­rer Frak­ti­ons­mit­glie­der zur Grund­schul­po­li­tik auch erst nach Abwä­gung der Inter­es­sen aller Porta­ner Bür­ger. Das es dabei nicht für sämt­li­che Bür­ger immer zur indi­vi­du­ell voll­stän­dig opti­ma­len Lösung kom­men kann ver­steht sich von sel­ber. Genau des­halb leben wir in einer Demo­kra­tie die bereit ist Kom­pro­mis­se ein­zu­ge­hen.
Unse­re Poli­tik ori­en­tiert sich an den fach­lich qua­li­fi­zier­ten Vor­schlä­gen der betrof­fe­nen Schul­lei­tun­gen sowie an den Aus­sa­gen des Gut­ach­tens. Wir haben dabei natür­lich nicht zuletzt auch die finan­zi­el­le Situa­ti­on unse­rer Gemein­de im Blick. Nicht umsonst sind wir auf­grund der Umsich­ti­gen Poli­tik von Rot-Grün als Stadt Por­ta West­fa­li­ca auf einem guten Weg.
Wir hof­fen, dass mög­lichst vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die­ses Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot wahr­neh­men und auf­grund der ein­deu­ti­gen Fak­ten­la­ge für gute Grund­schu­len und damit mit NEIN zum Bürgerbegehren beim Bür­ger­be­geh­ren stim­men.
Wir hof­fen wei­ter­hin, dass sich vie­le Bür­ger, auch gera­de aus den schein­bar nicht unmit­tel­bar betrof­fe­nen Stadt­tei­len, betei­li­gen. Das  Begeh­ren betrifft sie mit­tel­bar sehr wohl. Der Erhalt von zwei Stand­or­ten in Eis­ber­gen und Velt­heim, sowie der Erhalt des Stand­or­tes Nee­sen hät­te nach­hal­ti­ge, nega­ti­ve finan­zi­el­le Kon­se­quen­zen für den Stadt­haus­halt.

Des­halb wer­ben wir für ein
NEIN zum Bürgerbegehren


Eine Initia­ti­ve von



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