Für gute Schulen in Porta

Grün­de die gegen zu klei­ne Teil­stand­or­te spre­chen

Dass die Grund­schu­len mög­lichst Bür­ger und Schü­ler nah errich­tet wer­den soll­ten ist sicher jedem klar. Es gibt jedoch sehr gute Grün­de mög­lichst ver­nünf­ti­ge Klas­sen­grö­ßen und vor allem Schul­grö­ßen an einem ein­zi­gen Stand­ort zu rea­li­sie­ren.
Hier haben wir mal zwei wich­ti­ge Grün­de auf­ge­führt:

1. der Schlüs­sel zur Leh­rer­zu­wei­sung:

“§8 Rela­tio­nen „Schü­ler je Stel­le“
(1) Die Rela­tio­nen „Schü­ler je Stel­le“ betra­gen nach Maß­ga­be des Haus­halts
1. Grund­schu­le : 23,42 Schü­ler je Leh­rerVer­ord­nung zur Aus­füh­rung des § 93 Abs. 2 Schul­ge­setz (AVO)

Die Errech­nung der Leh­rer­stel­len wird in §7 und §8 der AVO gere­gelt.
Danach wird die Grund­stel­len­zahl der zur Deckung des nor­ma­len Unter­richts­be­darfs erfor­der­li­chen Leh­rer­stel­len so errech­net, dass die Zahl der Schü­le­rin­nen und Schü­ler durch die in Grund­schu­len fest­ge­setz­te Rela­ti­on „Schü­ler je Stel­le“ (Zahl der Schü­ler je  Leh­rer­stel­le) in Höhe von aktu­ell 23,42 geteilt wird.
In Velt­heim ist dies z.Zt. über­haupt nicht gege­ben. Velt­heim hat zum Anmel­de­stich­tag 15 Kin­der gemel­det. Momen­tan sind es noch 14 Kin­der.
Dar­aus resul­tie­rend haben wir an der Stel­le eine Dis­kre­panz von 40% bei der Leh­rer­zu­wei­sung. Schlech­te­rer Unter­richt und Unterichts­aus­fall sind die Fol­ge.
Wei­ter besteht die Mög­lich­keit die Kin­der alters­über­grei­fend zu unter­rich­ten.
Das hat jedoch für die Leh­rer zur Fol­ge, dass sie sich mit noch grö­ße­ren Lern­stand­un­ter­schie­de bei den Kin­dern aus­ein­an­der­set­zen müs­sen.
Die Qua­li­tät des Unter­richts wird dadurch sicher­lich nicht gestei­gert.

2. Das finan­zi­el­le Risi­ko:

Die all­ge­mein sin­ken­den Schü­ler­zah­len wir­ken sich auch auf die  Grund­schul­ver­bün­de aus. Immer wie­der sind die in der Regel klei­ne­ren Teil­stand­or­te in ihrer Exis­tenz bedroht, weil Eltern nicht bereit sind, ihr Kind hier beschu­len zu las­sen. Auch wenn die Anmel­dung an der Grund­schu­le als sol­che erfolgt und die Eltern ledig­lich einen Wunsch­stand­ort ange­ben kön­nen, ist der klei­ne­re Stand­ort in der Pra­xis ohne die Zustim­mung der Eltern nicht durch die Über­füh­rung von Schü­le­rin­nen und Schü­lern aus dem Haupt­stand­ort zu sta­bi­li­sie­ren.
In letz­ter Kon­se­quenz wer­den ver­mehrt Teil­stand­or­te nicht mehr zu hal­ten sein. Ist erst­ma­lig die Ein­rich­tung einer Ein­gangs­klas­se an dem klei­ne­ren Stand­ort nicht mög­lich und die Ein­füh­rung jahr­gangs­über­grei­fen­den  Unter­richts nicht gewünscht, muss der Schul­trä­ger die Auf­lö­sung des  Teil­stand­or­tes (sofort oder suk­zes­si­ve) und damit die Auf­lö­sung des Grund­schul­ver­bun­des beschlie­ßen (Ände­rung des Haupt­stand­or­tes durch  die Been­di­gung des Grund­schul­ver­bun­des).Aus dem Leit­fa­den Schul­or­ga­ni­sa­ti­on der Bezirks­re­gie­rung Düs­sel­dorf (S.39)

In Velt­heim wer­den 14 Kin­der die neue 1. Klas­se bil­den. Wenn am Anmel­de­stich­tag schon nur 14 Kin­der gemel­det gewe­sen wären, hät­te kei­ne Klas­se gebil­det wer­den kön­nen. Die Fol­ge: Die Velt­hei­mer Eltern hät­ten einem jahr­gangs­über­grei­fen­den Unter­richt zustim­men müs­sen. Mit allen Kon­se­quen­zen für Bil­dung ihrer Kin­der.
Bei Ableh­nung die­ser Vari­an­te ist der Schul­trä­ger zur Auf­lö­sung des Teil­stand­or­tes
auf­ge­for­dert.

Die BI wünscht sich nun aber, dass 1,3 Mil € in die­sen zu klei­nen Schul­stand­ort gesteckt wird und der grö­ße­re eben­falls ein­zü­gi­ge Stand­ort Eis­ber­gen wider alle Ver­nunft nicht aus­ge­baut wird.
Der Schul­lei­ter des Grund­schul­ver­bud Eis­ber­gen-Velt­heim und das ein­ge­setz­te Exper­ten­bü­ro zur Schul­ent­wick­lungs­pla­nung leh­nen den ein­zi­gen Porta­ner Schul­ver­bund aus zwei ein­zü­gi­gen Schul­stand­or­ten wegen der damit ver­bun­de­nen päd­ago­gi­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Nach­tei­le strikt ab. Dem­entspre­chend hat der Rat ver­ant­wor­tungs­voll für alle Kin­der aus Eis­ber­gen und Velt­heim die Schlie­ßung von Velt­heim und den Aus­bau von Eis­ber­gen incl. Neu­bau einer Turn­hal­le beschlos­sen.

zu fin­den als Fazit auf Sei­te 30
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