Für gute Schulen in Porta

Bür­ger­initia­ti­ve ver­liert vor Gericht

Kars­ten Don­neker und Dr. Syl­via Arnold zei­gen sich deut­lich erfreut über den Ent­scheid des Amts­ge­rich­tes Min­den, die einst­wei­li­ge Ver­fü­gung, wel­che die Bür­ger­initia­ti­ve gegen die Stadt­ver­bän­de von SPD und Bünd­nis 90/Die Grü­nen zu erwir­ken ver­sucht hat­ten, abzu­leh­nen.
Die Bür­ger­initia­ti­ve hat­te sich an der Aus­sa­ge bei­der Par­tei­en gestört „Die lei­der zu nied­ri­gen Gebur­ten­zah­len wer­den über kurz oder lang zur Zwangs­schlie­ßung des Teil­stand­or­tes Velt­heim füh­ren (Die Min­dest­zahl beträgt 15 Schü­ler)“

War­um ist es ver­nünf­tig den Teil­stand­ort Velt­heim jetzt zu schlie­ßen?

Neben dem Effekt das die viel zu gerin­gen Kin­der­zah­len in Velt­heim zu voll­kom­men unaus­ge­wo­ge­nen Klas­sen­grö­ßen in Eis­ber­gen und Velt­heim füh­ren ist zu beden­ken. das bei zu gerin­gen Schü­ler­zah­len in Velt­heim ein jahr­gangs­über­grei­fen­der Unter­richt von den Eltern in kauf genom­men wer­den oder der Schul­stand­ort auf­ge­löst wer­den muss. Ein jahr­gangs­über­grei­fen­der Unter­richt fin­det jedoch nicht mehr mit 14 Kin­dern,  son­dern mit bis zu 30 Kin­dern statt! Eben den Kin­dern der ers­ten und zwei­ten Klas­se.

Dar­über hin­aus fin­det an der sel­ben Grund­schu­le, am Teil­stand­ort Eis­ber­gen trotz­dem jahr­gangs­be­zo­ge­ner Unter­richt in viel zu gro­ßen Klas­sen statt. Das dabei nicht nur für die Kin­der son­dern auch für die Leh­rer und betei­lig­ten Eltern ein heil­lo­ses Cha­os ent­steht ist wohl für jeden nach­voll­zieh­bar. Die Bür­ger­initia­ti­ve fin­det die­se Aus­sich­ten jedoch attrak­tiv. Wir hal­ten eine Poli­tik die sol­che Zustän­de in Kauf nimmt für ver­ant­wor­tungs­los.

War­um soll­ten die Teil­stand­or­te Eis­ber­gen und Velt­heim zusam­men­ge­legt wer­den?

Der Grund­schul­ver­bund Eis­ber­gen-Vel­t­heim soll laut Rats­be­schluss zum Vor­teil von Leh­rern und Schü­lern zukünf­tig im grö­ße­ren Stand­ort Eis­ber­gen unter­ge­bracht wer­den.

In Eis­ber­gen gehen zur Zeit 28 Kin­der in die ers­te Klas­se. In Velt­heim sind es 14 Kin­der. Die­ses extre­me Ungleich­ge­wicht hält schon eine gan­ze Zeit an. Wir hal­ten das für eine sehr unglück­li­che Ent­wick­lung gera­de für die betrof­fe­nen Schul­kin­der. In Eis­ber­gen herrscht gro­ßes Gedrän­gel wäh­rend in Velt­heim für einen gut orga­ni­sier­ten Schul­un­ter­richt zu weni­ge Kin­der in den Klas­sen sind. Das von der BI ger­ne immer wie­der beton­te Argu­ment das die Velt­hei­mer Eltern Ihre Kin­der nicht in Velt­heim anmel­den weil der Stand­ort schlecht­ge­re­det wird stellt sich dabei als kom­plett falsch her­aus. Nach Aus­sa­ge der Schul­lei­tung gehen z.Zt. ca. neun Eis­ber­ger Kin­der in Velt­heim zur Schu­le, jedoch nur ein Velt­hei­mer in Eis­ber­gen.
Der Stand­ort Velt­heim ist also, im Gegen­teil zur Behaup­tung der BI, ohne Eis­ber­ger Kin­der über­haupt nicht lebens­fä­hig.

Nein” ist das bes­se­re “Ja”

Der jetzt vor­lie­gen­de von Schul­ex­per­ten gestütz­te Rats­be­schluss gegen das Bür­ger­be­geh­ren vom 11.10 ist der bes­se­re Weg für die Schü­le­rIn­nen aus Nam­men, Ler­beck, Eis­ber­gen und auch aus Nee­sen und Velt­heim. Wer wie Bür­ger­meis­ter und Rat die­ser Mehr­heit zu einer bes­se­ren Schul­zu­kunft ver­hel­fen will, darf beim Bür­ger­ent­scheid nicht schwei­gen, son­dern muss aktiv mit NEIN abstim­men – in die­sem Fall das bes­se­re Ja für eine gute Zukunft für Leh­rer und Schü­ler!

9 : 2 im Aus­wärts­spiel

Mit die­ser Über­schrift ver­sucht die „Bür­ger­initia­ti­ve zum Erhalt aller Schul­stand­or­te in Por­ta” mit Hil­fe des Min­de­ner Tage­blat­tes am 13.09.2018 den Eis­ber­gern durch Ver­schwei­gen und Halb­wahr­hei­ten Sand in die Augen zu streu­en.
Die Fak­ten sehen anders aus:

War­um wer­den die Stand­or­te Ler­beck und Eis­ber­gen auf 50 Jah­re aus­ge­legt sein?

War­um wer­den die Stand­or­te Ler­beck und Eis­ber­gen nach Umset­zung der Rats­be­schlüs­se auf 50 Jah­re aus­ge­legt sein und war­um wird sich bei Umset­zung der Plä­ne der “Initia­ti­ve Schul­erhalt” die Lebens­dau­er der Schul­stand­or­te nur um maxi­mal 15 Jah­re erhö­hen?
Um das zu beant­wor­ten muss man die drei wesent­li­chen wert­be­stim­men­den Merk­ma­le eines jeden Gebäu­des betrach­ten:

  1. den bau­tech­ni­schen Zustand,
  2. den wirtschaftlich/funktionalen Zustand,
  3. den Zustand der Nach­fra­ge­si­tua­ti­on,

Der Stand­ort Klei­nen­bre­men bleibt, anders als von der Initia­ti­ve immer wie­der falsch behaup­tet, ERHAL­TEN.
Des­we­gen wird hier dar­auf auch nicht wei­ter ein­ge­gan­gen. Es ist über­haupt nicht nach­voll­zieh­bar was für Zie­le die­ser Teil der Initia­ti­ve eigent­lich ver­folgt.

Bericht zur Grund­schul­de­bat­te in Por­ta West­fa­li­ca

Nein – es geht nicht um die Spal­tung von Por­ta (vgl. MT-Bericht vom 27.7. “Grund­schul­streit: FDP befürch­tet Spal­tung Por­tas”), und es geht auch nicht um die bes­ten Unter­schrif­ten­jä­ger (vgl. MT-Bericht vom 25.8. „Initia­ti­ve pro Schul­erhalt sam­melt 1.400 Unter­schrif­ten in Nee­sen und Ler­beck“), son­dern um Pri­vi­le­gi­en.
In Por­ta gibt es fünf­zehn Orts­tei­le mit 8 Schul­stand­or­ten. Nicht jeder Orts­teil hat also, und dass schon seit Jah­ren, eine Grund­schu­le vor Ort. In Velt­heim kämp­fen eini­ge Bür­ger vehe­ment für den Erhalt der dor­ti­gen Schu­le als Teil­stand­ort im Grund­schul­ver­bund Eis­ber­gen-Vel­t­heim. Dass nun in Velt­heim eine ers­te Klas­se mit 14 Grund­schul­kin­dern an den Start geht, wohin­ge­gen in Eis­ber­gen in einer glei­chen ers­ten Klas­se mit 28 Kin­dern beginnt, ist aus Sicht des SPD-Stadt­­­ver­­ban­­des bedau­er­lich. Hier wür­de man sich bes­se­re Lern­chan­cen für alle 42 Schul­an­fän­ger in zwei Klas­sen mit jeweils 21 Kin­dern wün­schen, und das durch alle vier Grund­schul­jah­re hin­durch. Der Rats­be­schluss mit einem gemein­sa­men Schul­stand­ort in Eis­ber­gen trägt dem Rech­nung und ist auch für die nächs­ten Jah­re ziel­füh­rend. Das zei­gen auch die kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Gebur­ten­zah­len der letz­ten Jah­re für Velt­heim. lt. Ver­wal­tung in 2015 -16 und in 2017 – 14 Neu­ge­bo­re­ne. Es ent­wi­ckelt sich kei­ne Nach­hal­tig­keit an die­sem Stand­ort.

euro-münzen

Die Vor­schlä­ge der bi ver­ur­sa­chen erheb­li­che Mehr­kos­ten von ca. 1,0 Mio € bei gleich­zei­tig schlech­te­rer Ver­sor­gung!

Am 10.07.2018 ver­öf­fent­lich­te die Ver­wal­tung der Stadt Por­ta West­fa­li­ca die Kos­ten­schät­zun­gen der Archi­tek­tur­bü­ros die als Grund­la­ge für die Samm­lung der Unter­schrif­ten und auch des mög­li­cher­wei­se dar­an anschlie­ßen­den Bür­ger­ent­scheid die­nen.
Die Mehr­kos­ten der durch die Initia­to­ren des Bür­ger­ent­scheids vor­ge­schla­ge­nen Vari­an­te betra­gen am Ende des Betrach­tungs­zeit­rau­mes von 15 Jah­ren ins­ge­samt 1.052.000 €. Dabei ist noch nicht berück­sich­tigt, was pas­siert wenn Velt­heim in die­sem Zeit­raum nur ein­mal kei­ne 15 Kin­der für eine Klas­se  zusam­men­be­kommt und die Schu­le geschlos­sen wer­den muß. Für die­ses Jahr sind noch 14 Kin­der ange­mel­det.

Die­se Mehr­kos­ten wer­den nur auf­grund eines miss­ver­stan­de­nen Lokal­pa­trio­tis­mus ent­ste­hen. Alle Bür­ger, ob mit oder ohne Kin­der haben die­se zu tra­gen. Wir mei­nen, nicht als ein­zel­ne Dör­fer son­dern nur gemein­sam sind wir stark.

Jusos für die Umset­zung der Rats­be­schlüs­se

Wir als JUSOS AG Por­ta West­fa­li­ca begrü­ßen es natür­lich, wenn die öffent­li­che Hand in die Stär­kung der öffent­li­chen Infra­struk­tur inves­tiert – gera­de, wenn es sich dabei um eine Kom­mu­ne han­delt, die selbst finan­zi­ell nicht auf Rosen gebet­tet ist. Unser Lan­des­ver­band wirbt unter dem Slo­gan „Zukunft gibt’s nicht für lau!“ seit Jah­ren für drin­gend not­wen­di­ge öffent­li­che Inves­ti­tio­nen.